Wie eine „alte“ Red Ale 2025 beim World Beer Cup Gold gewinnen konnte
American Red Ale war einmal eine der großen Stilrichtungen der amerikanischen Craft-Beer-Szene.
Heute denkt man bei amerikanischem Craft Beer eher an:
- IPA
- Hazy IPA
- Double IPA
- moderne Lagerbiere
- Imperial Stouts
Eine kräftige Red Ale wirkt dagegen fast ein wenig nostalgisch.
Genau deshalb ist Peaked in High School von Cloudburst Brewing aus Seattle so interessant.
Beim World Beer Cup 2025 gewann das Bier Gold in der Kategorie Strong Red Ale. Insgesamt traten dort 44 Biere an. Cloudburst selbst bezeichnet das Bier als:
West Coast Double Red.
Und genau darin steckt die Idee dieser Rezeptur:
Ein klassischer, kräftiger Red-Ale-Malzkörper trifft auf moderne West-Coast-Hopfen – und bleibt trotzdem trocken.
Die von Cloudburst-Gründer und Brewmaster Steve Luke veröffentlichte Brewer-Rezeptur liegt bei rund:
OG 1.068 · FG 1.011 · 60 IBU · 7,5 % vol.
Das Entscheidende ist jedoch nicht nur die Stammwürze.
Diese Red Ale verwendet:
mehrere Crystal Malts, Table Sugar, W-34/70 und kräftige amerikanische Hopfen.
Damit entsteht ein Bier, das gleichzeitig:
malzbetont, karamellig, fruchtig, harzig und trocken
sein soll.
Die zentrale Frage dieses Gold Clones lautet deshalb:
Wie bekommt man einen kräftigen Red-Ale-Charakter, ohne dass das Bier süß und schwer wird?
1. Das Goldmedaillenbier im Überblick
| Merkmal | Peaked in High School |
|---|---|
| Brauerei | Cloudburst Brewing |
| Herkunft | Seattle, Washington, USA |
| World Beer Cup | 2025 |
| Auszeichnung | Gold Medal |
| WBC-Kategorie | Strong Red Ale |
| Teilnehmer | 44 |
| Cloudburst-Bezeichnung | West Coast Double Red |
| OG | 1.068 |
| FG | 1.011 |
| Alkohol | ca. 7,5–7,7 % vol. |
| Bittere | 60 IBU |
| Hefe | Fermentis W-34/70 |
| Malt Character | Caramel, Toffee, Dark Fruit |
| Hop Character | Pine, Grapefruit, Berry, Citrus |
| Besonderheiten | mehrere Crystal Malts, Table Sugar, hohe Karbonisierung |
Die von Steve Luke veröffentlichte Homebrew-Rezeptur ist auf etwa 19 Liter ausgelegt und nennt eine Sudhausausbeute von 72 %, OG 1.068, FG 1.011, 60 IBU und 7,5 % vol. (beerandbrewing.com)
Cloudburst selbst gibt das Bier mit rund 7,7 % vol. an. (cloudburstbrew.com)
Diese kleine Abweichung ist ein gutes Beispiel dafür, warum wir bei der Gold Clone Series zwischen:
Brewer Recipe
und:
kommerzieller Produktangabe
unterscheiden.
2. Was ist Peaked in High School eigentlich?
Die offizielle World-Beer-Cup-Kategorie lautet:
Strong Red Ale.
Cloudburst bezeichnet das Bier selbst als:
West Coast Double Red. (cloudburstbrew.com)
Diese Unterscheidung ist wichtig.
Denn „West Coast Double Red“ ist hier keine offizielle World-Beer-Cup-Kategorie.
Es beschreibt vielmehr die Interpretation des Brauers:
ein kräftiges Red Ale mit einer deutlichen amerikanischen Hopfenkomponente und einem trockenen West-Coast-Finish.
Das macht das Bier interessanter als eine klassische, eher süße Red Ale.
3. Der Name ist Programm
Peaked in High School ist bewusst selbstironisch.
Cloudburst spielt damit auf die Vorstellung an, dass:
Red Ale irgendwie aus einer anderen Generation des Craft Beer stammt.
Die Brauerei kombiniert diesen nostalgischen Gedanken mit einem sehr modernen Bierstil.
Auf der offiziellen Produktseite wird das Bier entsprechend mit einer bewusst retroartigen Bildwelt präsentiert. (cloudburstbrew.com)
Das Interessante daran:
Das Bier versucht nicht, seine Vergangenheit zu verstecken.
Es nimmt eine klassische Stilidee und baut sie mit modernen technischen Mitteln neu auf.
4. Die Geschichte hinter dem Rezept
Peaked in High School entstand auch nicht komplett aus dem Nichts.
Cloudburst hatte bereits vorher eine stärkere Red Ale namens:
Say Hi to Your Dad for Me
gebraut.
Diese Version gewann beim:
Great American Beer Festival 2023
eine Bronze-Medaille.
Steve Luke entwickelte das Rezept später weiter.
Das Ziel war nicht:
einfach mehr Hopfen.
Vielmehr wurde die Rezeptur an mehreren Stellen überarbeitet, um:
- trockener,
- sauberer,
- stabiler
und gleichzeitig:
hopfenintensiver
zu werden. (beerandbrewing.com)
Diese Entwicklung ist für die Gold Clone Series besonders interessant:
Bronze → Recipe Refinement → Gold.
5. Die wichtigste Änderung: W-34/70
Steve Luke nennt eine Änderung als besonders wichtig:
Der Wechsel auf W-34/70.
Die frühere Version arbeitete mit einer Haus-Ale-Hefe.
Für Peaked in High School wechselte Cloudburst auf:
Fermentis SafLager W-34/70. (beerandbrewing.com)
Das ist für eine Red Ale zunächst ungewöhnlich.
Aber genau diese Entscheidung verändert die ganze Rezeptur.
6. Warum eine Lagerhefe für eine Red Ale?
Das Ziel ist nicht:
„Red Ale mit Lagergeschmack“.
Die Hefe soll vielmehr:
so neutral wie möglich arbeiten.
Dadurch können die drei Hauptkomponenten stärker hervortreten:
Malz
Crystal
Hopfen
Die Lagerhefe reduziert dabei einen Teil des Hefeeindrucks.
Vor allem aber unterstützt sie:
eine hohe Vergärung und ein trockenes Finish.
7. 34/70 ist hier ein Werkzeug, kein Stilmerkmal
Das ist ein wichtiger Unterschied.
W-34/70 wird häufig mit:
- Pils
- Helles
- Märzen
- Bock
verbunden.
Cloudburst nutzt die Hefe hier aber nicht, um aus der Red Ale ein Lagerbier zu machen.
Sie nutzt sie, weil:
die Gärleistung für dieses konkrete Rezept sehr gut funktioniert.
Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie professionelle Brauer Hefen nicht nur nach Bierstil, sondern nach:
technischer Funktion
auswählen.
8. Eine Red Ale mit sehr niedriger Endvergärung
Die veröffentlichte Rezeptur:
OG 1.068
↓
FG 1.011. (beerandbrewing.com)
Das entspricht einem scheinbaren Vergärungsgrad von ungefähr:
84 %.
Für eine so malzreiche Red Ale ist das bemerkenswert.
Denn gleichzeitig enthält das Rezept:
mehrere Crystal Malts.
Normalerweise würden diese Spezialmalze eher in Richtung:
mehr Körper + mehr Süße
arbeiten.
Cloudburst möchte aber:
Malt Intensity ohne Sweet Finish.
9. Vier verschiedene Crystal Malts
Das ist ein weiterer Kernpunkt dieser Rezeptur.
Steve Luke erklärt, dass Cloudburst bei dieser Red Ale mit:
vier verschiedenen Crystal Malts
arbeitet. (beerandbrewing.com)
Der genaue kommerzielle Originalanteil ist nicht vollständig frei zugänglich.
Das Prinzip ist aber klar:
verschiedene Crystal-Stufen
↓
unterschiedliche Karamell- und Fruchtaromen
↓
ein komplexeres Red-Malt-Profil.
10. Warum nicht nur ein Crystal Malt?
Ein einziges Crystal Malt liefert hauptsächlich:
eine bestimmte Karamellrichtung.
Mehrere Crystal Malts ermöglichen dagegen:
- helles Karamell
- Toffee
- dunkle Frucht
- Rosine
- Pflaume
- dunklen Zucker.
Damit kann man einen deutlich komplexeren:
Red-Malt-Character
aufbauen.
11. Das Problem mit Crystal Malt
Crystal Malt hat aber eine Schattenseite.
Es erhöht nicht nur:
Farbe
und:
Karamellaroma.
Es kann auch:
Restextrakt
und:
wahrgenommene Süße
erhöhen.
Deshalb kann eine kräftige Red Ale schnell:
schwer und klebrig
werden.
Cloudburst löst dieses Problem nicht dadurch, dass weniger Crystal verwendet wird.
Sondern durch:
hohe Vergärbarkeit.
12. Table Sugar – der Trick für ein trockeneres Bier
Ein wichtiger Bestandteil der Rezeptur ist:
Table Sugar
also gewöhnlicher Haushaltszucker.
Cloudburst gibt den Zucker gegen Ende der Kochzeit hinzu. Steve Luke nennt dabei ungefähr:
20–30 Minuten vor Kochende.
Das Ziel:
mehr vergärbarer Zucker,
ohne:
zusätzliche schwere Malzbestandteile.
13. Warum Zucker bei einer Red Ale sinnvoll sein kann
Das klingt zunächst widersprüchlich.
Wir haben bereits:
viel Malz
und:
mehrere Crystal Malts.
Warum dann noch Zucker?
Weil Zucker praktisch vollständig vergärbar ist.
Er erhöht:
Alkohol
aber nur wenig:
Restextrakt.
Damit kann man ein Bier:
stärker
machen, ohne es gleichzeitig:
schwerer
zu machen.
Das ist besonders nützlich bei:
High-Gravity West-Coast-Bieren.
14. Das Rezept besteht damit aus vier Ebenen
1. Basismalz
→ Malt Backbone
2. Crystal Malt
→ Farbe + Caramel + Dark Fruit
3. Table Sugar
→ Alkohol + trockener Finish
4. Hopfen
→ Pine + Citrus + Fruit + Resin
Und W-34/70 verbindet das Ganze.
15. Carafa III
Zusätzlich kommt eine kleine Menge:
Weyermann Carafa III
zum Einsatz.
Die Funktion ist hauptsächlich:
Farbe.
Nicht:
Chocolate Flavor.
Nicht:
starke Röstung.
Das Ziel ist ein tiefes:
Garnet Red
und kein braunes oder schwarzes Bier.
Cloudburst beschreibt das Bier selbst als kräftig rot bzw. garnet-farben. (cloudburstbrew.com)
16. Warum kein Chocolate Malt?
Weil wir die Farbe zwar vertiefen wollen, aber keine neue Aromawelt eröffnen möchten.
Zu viel Chocolate Malt würde:
Roast
und:
Cocoa
in das Bier bringen.
Dann verschiebt sich die Wahrnehmung von:
Red Ale
in Richtung:
Brown Ale / Black Ale.
Deshalb:
sehr wenig Carafa
und:
kein deutlicher Chocolate Character.
17. Malt Intensity
Steve Luke beschreibt das Ziel sehr treffend:
Malt und Hopfen sollen beide auf „10“ stehen. (beerandbrewing.com)
Das ist ein wichtiger Unterschied zu einem Bier, das einfach nur „balanced“ sein soll.
Balance bedeutet hier nicht:
alles zurücknehmen.
Sondern:
zwei starke Seiten so kombinieren, dass keine davon unangenehm schwer wirkt.
18. Jetzt kommt die zweite Hälfte des Rezepts: Hopfen
Cloudburst setzt bei Peaked in High School auf:
- Chinook
- Simcoe
- Mosaic
- Centennial
Diese Kombination ist praktisch eine kleine Zusammenfassung der klassischen West-Coast-Hopfenwelt.
19. Chinook – Pinie und Struktur
Chinook spielt bei Cloudburst eine besondere Rolle.
Steve Luke sagt ausdrücklich, dass die Brauerei:
Chinook in fast allen Bieren
einsetzt. (beerandbrewing.com)
Für diese Red Ale suchen sie insbesondere nach:
Pine + Fruit
und nicht einfach nach maximaler Bittere.
Chinook bildet damit das:
harzige Rückgrat
des Hopfenprofils.
20. Warum Pinie bei einem Red Ale so gut funktioniert
Die Crystal Malts bringen:
Karamell
Rosine
dunkle Frucht
Toffee
Chinook setzt dagegen:
Pinie
Resin
Würze
Das sorgt für Kontrast.
Ohne diese harzige Seite könnte das Bier schnell:
zu fruchtig und weich
wirken.
21. Simcoe – Grapefruit und Steinfrucht
Simcoe bildet die nächste Ebene.
Cloudburst sucht bei diesem Bier insbesondere nach:
Ruby-red Grapefruit
zusammen mit:
Steinfrucht. (beerandbrewing.com)
Das passt hervorragend zum Crystal-Malt-Profil.
Denn:
Dark Fruit
aus dem Malz und:
Stone Fruit
aus dem Hopfen
liegen aromatisch relativ nah beieinander.
22. Centennial
Centennial bringt eine weitere Zitrus- und Fruchtebene.
Cloudburst setzt dabei bewusst auf bestimmte Lots, die stärker in Richtung:
Dark Fruit
gehen und nicht nur floral wirken. (beerandbrewing.com)
Das ist ein wichtiger Punkt:
Die Hopfensorte allein beschreibt das Aroma nicht vollständig.
Auch:
Herkunft
Erntejahr
Lot
Lagerung
können das Ergebnis stark verändern.
23. Mosaic – die fruchtige Überraschung
Mosaic bringt das modernste Element in die Mischung.
Steve Luke nennt bei bestimmten Mosaic-Lots insbesondere:
Blueberry
als interessante Note. (beerandbrewing.com)
Das klingt zunächst ungewöhnlich für eine West-Coast-Red Ale.
Aber genau hier wird es interessant.
Crystal Malt liefert:
Plum / Raisin
Mosaic liefert:
Berry / Blueberry
und:
beide verbinden sich auf der Fruchtseite.
24. Warum nicht einfach Citra?
Diese Frage liegt bei einer modernen amerikanischen Hopfenmischung nahe.
Luke erklärt, dass Citra und El Dorado für diese Rezeptidee zu weich wirken können.
Das Problem:
Die fruchtige Seite verliert schnell an Präzision.
Peaked in High School braucht dagegen:
Pine + Resin + Fruit + Citrus
mit einer klaren Kontur.
Deshalb sind:
Chinook + Simcoe
für das Grundgerüst besonders wichtig. (beerandbrewing.com)
25. 60 IBU
Die veröffentlichte Recipe nennt:
60 IBU. (beerandbrewing.com)
Das ist für ein Bier mit:
OG 1.068
ein sinnvoller Wert.
Vor allem, weil:
die Schüttung sehr viel Crystal enthält.
Die Bittere verhindert, dass daraus:
ein süßes Starkbier
wird.
26. Warum nicht 35 IBU?
Mit 35 IBU könnte das Bier vermutlich immer noch funktionieren.
Aber es würde deutlich:
weicher
und:
süßer
wirken.
Die Balance würde sich verschieben.
Statt:
West Coast Double Red
entstünde eher:
kräftige Sweet Red Ale.
Das möchte Cloudburst ausdrücklich vermeiden.
27. W-34/70 ist jetzt noch wichtiger
Je höher der Anteil an:
Crystal Malt
und:
Alkohol,
desto wichtiger wird die Endvergärung.
Wenn W-34/70:
sauber arbeitet,
können wir:
viel Crystal
haben und trotzdem:
FG 1.011
erreichen.
Genau dieser Kontrast ist die technische Grundlage des Bieres.
28. Fermentation
Für den DIYBrew Clone würde ich W-34/70 zunächst bei:
13–14 °C
führen.
Die Hauptgärung sollte möglichst ruhig und sauber ablaufen.
Gegen Ende:
Temperatur langsam anheben.
Zum Beispiel auf:
17–18 °C
für den Diacetyl Rest.
Der genaue Zeitpunkt sollte sich an der Dichte orientieren, nicht am Kalender.
29. High Gravity + Lager Yeast
Eine Würze von:
1.068
ist für eine Lagerhefe bereits eine ernsthafte Aufgabe.
Deshalb:
ausreichende Hefemenge
und:
gute Sauerstoffversorgung vor Beginn der Gärung
sind wichtig.
W-34/70 sollte hier nicht:
unterpitcht
oder:
mit geschwächter Hefe
verwendet werden.
30. Die Gärung muss vollständig sein
Das Ziel:
FG ca. 1.011
ist wichtiger als:
„14 Tage Gärung“.
Wenn das Bier nach 14 Tagen:
1.018
hat,
ist es noch nicht fertig.
Bei diesem Recipe wäre das ein ernstes Problem.
Denn:
Crystal + Restextrakt + Alkohol
würden das Bier schnell zu schwer machen.
31. Copper Rain Chain – ein ungewöhnliches Detail
Eine der außergewöhnlichsten Informationen aus dem Brewer Interview:
Cloudburst verwendet eine:
Copper Rain Chain
im Kessel. (beerandbrewing.com)
Das klingt zunächst skurril.
Eine Regenkette wird normalerweise:
am Haus
für die Regenwasserführung eingesetzt.
Cloudburst nutzt ein entsprechendes Kupferteil als Teil des Brauprozesses.
32. Warum Kupfer?
Der Gedanke dahinter ist:
bestimmte schwefelhaltige Verbindungen zu binden bzw. die Wahrnehmung von Schwefel zu reduzieren.
W-34/70 kann, insbesondere unter bestimmten Bedingungen, deutlich mehr Schwefel produzieren als eine typische American-Ale-Hefe.
Cloudburst möchte bei diesem Bier jedoch möglichst wenig:
offensichtlichen Lager-Sulfur-Charakter.
Die genaue Wirkung eines solchen Kupfereinsatzes sollte allerdings nicht mit einer allgemein gültigen Regel gleichgesetzt werden.
Für Hobbybrauer ist wesentlich wichtiger:
Pitch Rate, Sauerstoffversorgung, Gärtemperatur und Hefequalität zuerst korrekt zu beherrschen.
33. Sollte man die Rain Chain nachbauen?
Für einen DIYBrew Clone:
Nein, nicht als Pflichtbestandteil.
Die Technik gehört zur individuellen Braupraxis von Cloudburst.
Außerdem muss bei jeglichem Kupferkontakt auf:
- lebensmittelechte Materialien
- Reinigung
- chemische Verträglichkeit
geachtet werden.
Für den Hobbybrauer ist es sinnvoller, zunächst die eigentliche Recipe DNA zu reproduzieren:
Crystal + Sugar + 34/70 + West Coast Hops.
34. Mosaic Incognito – die nächste ungewöhnliche Technik
Noch interessanter wird die Hopfengabe.
Cloudburst verwendet:
Mosaic Incognito.
Dabei wird ein Teil heißer Würze aus dem Whirlpool entnommen und mit dem Hopfenextrakt vermischt.
Dieses Konzentrat wird anschließend weiterverwendet. (beerandbrewing.com)
Das ist eine ungewöhnliche Form der Hopfenextraktion.
35. Warum macht Cloudburst das?
Steve Luke erklärt, dass bei normalen Whirlpool-Gaben ein Teil der gewünschten Hopfenbestandteile:
an Oberflächen im Kessel
verloren gehen kann.
Durch die separate Behandlung soll mehr von den gewünschten:
Hop Aromatics
in die spätere Gärung gelangen.
Das ist eine sehr spezifische Brauereipraxis.
36. Warum sollte man diesen Schritt zu Hause nicht 1:1 kopieren?
Weil dabei:
sehr heiße Würze
in Verbindung mit:
bereits vorbereiteter Hefe
und:
Hopfenextrakt
gebracht wird.
Das ist technisch anspruchsvoll.
Für die DIYBrew-Version ist deshalb sinnvoller:
Mosaic Incognito als normale Whirlpool-Gabe
zu verwenden.
Dabei kann man den Temperaturbereich:
etwa 80–85 °C
wählen.
Das reproduziert nicht exakt den Cloudburst-Prozess.
Aber es übernimmt:
die gleiche sensorische Idee
bei deutlich einfacherem Handling.
37. Dry Hop
Der Hopfencharakter wird zusätzlich über:
Dry Hopping
verstärkt.
Für die DIYBrew-Version ist eine Kombination aus:
- Chinook
- Simcoe
- Mosaic
- Centennial
sinnvoll.
Die genaue Menge sollte so gewählt werden, dass das Bier:
deutlich hopfig
aber:
nicht IPA-artig
wird.
38. Das Ziel ist nicht maximale Hopfenmenge
Bei:
60 IBU
ist bereits eine deutliche Bittere vorhanden.
Der Dry Hop soll daher vor allem:
Aroma
bringen.
Nicht:
noch mehr Bittere.
Das ist insbesondere bei großen Mengen Crystal Malt wichtig.
39. Carbonation
Cloudburst bevorzugt für dieses Bier eine relativ hohe Karbonisierung:
nahe 3 Vol. CO₂.
Steve Luke nennt die bessere:
- Schaumbildung
- Hopfendarstellung
- Frische
als Vorteile. (beerandbrewing.com)
Für den ersten DIYBrew-Versuch würde ich:
2,6–2,8 Vol. CO₂
als Ausgangspunkt wählen.
Mit sauber kontrollierter Keg-Anlage kann man danach Richtung:
2,9–3,0 Vol.
gehen.
40. Warum hohe Karbonisierung bei diesem Bier gut funktioniert
Das Bier hat:
viel Malt
relativ viel Alkohol
60 IBU
und:
starke Hopfenaromatik.
CO₂ hilft dabei, das Bier:
frischer
und:
leichter
wirken zu lassen.
Außerdem trägt Kohlensäure flüchtige Hopfenaromen sehr effektiv aus dem Bier ins Glas.
41. Wasser
Cloudburst arbeitet bei diesem Bier mit einem Wasserprofil, bei dem:
Gypsum
und:
Calcium Chloride
eine wichtige Rolle spielen.
Steve Luke beschreibt die Dosierung grob als:
ähnliche Mengen
wobei Gypsum bereits in der Maische eingesetzt wird und Calciumchlorid später in die Würze kommt. (beerandbrewing.com)
Für Hobbybrauer ist vor allem der Grundgedanke interessant:
Sulfat + Chlorid gemeinsam einsetzen.
Das passt zu einer Red Ale, bei der sowohl:
Malz
als auch:
Hopfen
deutlich hervortreten sollen.
42. DIYBrew-Wasserprofil
Für einen ersten Versuch würde ich kein exaktes Cloudburst-Salzschema blind kopieren.
Ein sinnvoller Ausgangspunkt für dieses Bier wäre ungefähr:
| Ion | Zielbereich |
|---|---|
| Ca | 50–70 ppm |
| Cl | 50–70 ppm |
| SO₄ | 70–100 ppm |
| Mg | niedrig |
| Na | niedrig |
| HCO₃ | moderat bis niedrig |
Das Ziel ist:
Hopfen klar und präzise
ohne:
Malt Mouthfeel
zu verlieren.
43. Maische
Für die DIYBrew-Version reicht:
66–67 °C × 60 min
Danach:
76 °C Mash-out.
Eine komplexe Step Mash ist hier nicht notwendig.
Der entscheidende Faktor für die Vergärbarkeit ist:
die niedrige Maischetemperatur
in Kombination mit:
W-34/70
und:
Table Sugar.
44. Table Sugar im DIYBrew Clone
Für etwa 20 Liter würde ich als Ausgangspunkt:
200–250 g
einplanen.
Zugabe:
20–30 Minuten vor Kochende.
Die genaue Menge muss jedoch nach:
Pre-Boil Gravity
und:
gewünschter OG
angepasst werden.
Das Ziel:
OG ca. 1.066–1.068
und:
FG ca. 1.011.
45. DIYBrew-Malzschüttung
Da die komplette kommerzielle Homebrew-Datei derzeit nicht vollständig offen zugänglich ist, sollte diese Schüttung ausdrücklich als:
DIYBrew Reconstruction
gekennzeichnet werden.
Ein sinnvoller 20-L-Ausgangspunkt:
| Malz | Menge |
|---|---|
| Two-Row | 4,0 kg |
| Pilsner Malt | 600 g |
| Light Crystal / CaraMalt | 250 g |
| Medium Crystal / CaraMunich | 250 g |
| DRC / Dark Crystal | 200 g |
| Dark Crystal | 150 g |
| Carafa III | 40 g |
| Gesamt | ca. 5,49 kg |
Diese Schüttung bildet das von Cloudburst beschriebene Prinzip:
mehrere Crystal-Stufen + etwas Carafa + überwiegend helles Basismalz
ab.
Sie ist nicht als exakte kommerzielle Originalrezeptur zu verstehen.
46. Hopfen – DIYBrew Reconstruction
Ein sinnvoller Ausgangspunkt:
Bittergabe
Chinook
Whirlpool
Simcoe + Mosaic + Centennial
Dry Hop
Chinook + Simcoe + Mosaic + Centennial
Ziel:
ca. 60 IBU
Die Grammzahlen sollten anhand der tatsächlichen Alphasäure und der eingesetzten Hopfenform berechnet werden.
Insbesondere:
Incognito
und:
Cryo-Hops
können nicht einfach wie normale Pellets behandelt werden.
47. Fermentation – DIYBrew
Anstellen
13–14 °C
Hauptgärung
bis etwa:
1.020–1.018
Temperatur erhöhen
auf:
17–18 °C
Diacetyl Rest
bis:
FG stabil bei etwa 1.011.
48. Dry Hop
Nach weitgehend abgeschlossener Gärung:
4–5 Tage Dry Hop.
Danach:
Hopfen absetzen lassen bzw. entfernen.
Anschließend:
Cold Crash.
49. Klärung
Da Cloudburst ein:
klares Red Ale
anstrebt, würde ich:
Cold Crash
und bei Bedarf:
Biofine
einsetzen.
Das Ziel:
klare, tiefe rote Farbe.
50. Carbonation
Ziel für die DIYBrew-Version:
2,6–2,8 Vol. CO₂
und später optional:
2,9–3,0 Vol.
wenn die Ausschanktechnik das sicher zulässt.
51. Wie sollte das Bier aussehen?
Appearance
Tiefes Rot
bis:
Rubinrot / Garnet.
Es sollte:
klar
und:
brillant
wirken.
Kein Haze.
Kein Brown.
Kein Black Ale.
52. Aroma
Zunächst:
Caramel
Toffee
Dark Fruit
Dann:
Pine
Grapefruit
Berry
Citrus
Das Verhältnis sollte ungefähr so wirken:
Malt first, then Hop.
Aber beide müssen deutlich vorhanden sein.
53. Geschmack
Der erste Eindruck:
kräftiger Malzkörper.
Dann:
Karamell
↓
Toffee
↓
dunkle Frucht
↓
Pinie
↓
Grapefruit
↓
Beerenfrucht.
Der Abgang:
trocken, bitter und sauber.
54. Was sollte man nicht schmecken?
Nicht:
klebrige Süße.
Nicht:
alkoholische Schärfe.
Nicht:
schwere Lager-Sulfur-Noten.
Nicht:
IPA-artigen Citrus Bomb Character.
Nicht:
starke Röstung.
Nicht:
trüben Haze.
Das Ziel lautet:
kräftig, aber präzise.
55. Die häufigsten Fehler
Zu wenig Crystal
→ Red Ale wirkt zu blass und zu dünn.
Zu viel Crystal
→ süß und schwer.
Kein Zucker
→ FG kann höher werden, Bier wirkt kompakter.
Zu wenig Bittere
→ Sweet Red Ale.
Zu viel Bittere
→ Red IPA.
Falsche Hefeführung
→ Restextrakt + Sulfur.
Zu wenig Hopfenaroma
→ Malt dominiert zu stark.
Zu viel Dry Hop
→ Red Ale verliert ihre Balance.
56. Was macht diesen Gold Clone besonders?
Die außergewöhnliche Kombination:
viele Crystal Malts
W-34/70
ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt.
Normalerweise würden beide Konzepte eher gegeneinander arbeiten.
Crystal:
macht das Bier schwerer.
Lagerhefe:
macht das Bier trockener.
Hier werden beide bewusst kombiniert.
Das Ergebnis:
reichhaltiger Malt Character + trockener Finish.
57. Das ist ein sehr gutes Beispiel für „Ingredient Tension“
Eine gute Recipe ist nicht immer eine Reihe von Zutaten, die dasselbe Ziel verfolgen.
Manchmal werden bewusst gegensätzliche Eigenschaften kombiniert.
Hier:
Crystal Malt
→ Körper / Süße / Farbe
Table Sugar
→ trockener Alkoholanteil
W-34/70
→ hohe Vergärbarkeit
60 IBU
→ Bittere
hohe Karbonisierung
→ Frische
Diese Komponenten:
ziehen das Bier in verschiedene Richtungen.
Genau dadurch entsteht Balance.
58. Far Field Infrared vs. Cloudburst Peaked in High School
Diese beiden Red Ales aus unserer Serie sind besonders interessant.
Far Field Infrared
OG 1.062
FG 1.011
48 IBU
ca. 6,8 %
Fokus:
Malt + moderner Hop Character
Cloudburst Peaked in High School
OG 1.068
FG 1.011
60 IBU
ca. 7,5 %
Fokus:
Malt Intensity + Crystal Layering + West Coast Hop Intensity
Infrared ist:
etwas eleganter.
Peaked in High School ist:
bewusst kräftiger.
59. Recipe DNA
Wenn wir Peaked in High School auf seine wichtigsten Elemente reduzieren:
Two-Row / Pilsner
→ saubere Malt Base
↓
mehrere Crystal Malts
→ Caramel + Toffee + Dark Fruit + Red Color
↓
Carafa III
→ Farbe
↓
Table Sugar
→ trockener Finish
↓
W-34/70
→ sauber + hochvergärend
↓
Chinook
→ Pine + Resin
↓
Simcoe
→ Grapefruit + Stone Fruit
↓
Mosaic
→ Berry + Fruit
↓
Centennial
→ Citrus + Dark Fruit
↓
60 IBU
→ strukturierende Bittere
↓
hohe Karbonisierung
→ Foam + Aroma Lift
Das ist:
Peaked in High School Recipe DNA
60. Original Recipe, Brewer Recipe und DIYBrew Reconstruction
Bei diesem Clone müssen wir besonders transparent arbeiten.
World Beer Cup Gold
🟢 bestätigt.
WBC-Kategorie
🟢 Strong Red Ale
Cloudburst Style Description
🟢 West Coast Double Red
Brewer
🟢 Steve Luke
Brewer Recipe
🟢 veröffentlicht
Vollständige Rezeptdatei
🟡 derzeit nicht frei zugänglich
Brewer Interview
🟢 sehr umfangreich
Third-Party Clone
🟢 verfügbar
Daher lautet der Status:
Recipe Status: Brewer Recipe Published – Full Recipe File Paywalled
Die DIYBrew-Version bleibt ausdrücklich:
DIYBrew Reconstruction
61. Ein wichtiger Hinweis zu den Rezeptdaten
Hier wollen wir keine Genauigkeit vortäuschen, die die Quellen nicht hergeben.
Die Werte:
OG 1.068
FG 1.011
60 IBU
7.5 % ABV
stammen aus der veröffentlichten Brewer-Rezeptur.
Die genaue:
Grammzahl jedes einzelnen Crystal Malts
ist in der frei zugänglichen Quelle nicht vollständig dokumentiert.
Deshalb wird DIYBrew nicht behaupten:
„Das ist Cloudbursts Original Malt Bill.“
Wir sagen:
Die öffentlich bekannten Informationen werden zu einer nachvollziehbaren Homebrew-Rekonstruktion zusammengeführt.
Genau diese Transparenz ist für eine Clone-Serie wichtig.
62. Lohnt sich der Clone?
Auf jeden Fall.
Vor allem für Hobbybrauer, die:
- Red Ale mögen,
- Crystal Malt oft kritisch sehen,
- bisher noch keine Lagerhefe für Ale-Styles eingesetzt haben,
- West-Coast-Hopfen mögen.
Diese Rezeptur ist ein sehr gutes Lehrstück dafür, wie man:
Malt Intensity und Drinkability gleichzeitig maximiert.
63. Das beste DIYBrew-Experiment
Für diese Bieridee bietet sich ein sehr klarer Vergleich an.
Batch A
W-34/70
Batch B
American Ale Yeast
Alle anderen Parameter:
identisch.
Danach vergleichen:
- FG
- Klarheit
- Sulfur
- Malt Definition
- Hop Definition
- Sweetness
- Finish.
Damit lässt sich die zentrale Entscheidung von Cloudburst praktisch nachvollziehen:
Warum funktioniert eine Lagerhefe in einer kräftigen Red Ale so gut?
64. Ein zweites Experiment: Zucker
Batch A
mit Table Sugar
Batch B
ohne Table Sugar
Danach:
dieselbe OG
durch entsprechende Anpassung der Malzmenge.
Vergleichen:
- Mouthfeel
- FG
- Alcohol Impression
- Finish
- Perceived Sweetness.
Dieses Experiment zeigt sehr schön:
Warum Zucker bei einem High-Gravity-Bier nicht zwangsläufig bedeutet, dass das Bier „weniger hochwertig“ wird.
Fazit
Cloudburst Peaked in High School ist vielleicht der bisher beste Beweis in unserer World Beer Cup Gold Clone Series dafür, dass ein „alter“ Bierstil keineswegs veraltet sein muss.
Die Grundlage ist klassisch:
Red Ale.
Die Umsetzung ist modern.
Mehrere Crystal Malts bauen:
Caramel, Toffee und Dark Fruit
auf.
Ein wenig Carafa sorgt für:
die tiefe rote Farbe.
Table Sugar verhindert:
dass die hohe Stammwürze zu einem schweren Bier führt.
W-34/70 sorgt für:
hohe Vergärung, sauberen Charakter und einen trockenen Finish.
Und:
Chinook + Simcoe + Mosaic + Centennial
bringen:
Pinie, Grapefruit, Beeren, Zitrus und Resin.
Damit entsteht kein süßes Starkbier.
Und auch keine Red IPA.
Sondern:
West Coast Double Red
mit kräftigem Malzcharakter und ebenso kräftigem Hopfenprofil.
Das eigentlich Spannende ist dabei die Balance.
Cloudburst versucht nicht, alle Komponenten zurückzunehmen.
Im Gegenteil:
Malt auf 10.
Hop auf 10.
Und dann:
Sweetness runter.
Das ist die Idee hinter Peaked in High School.
Und genau deshalb ist dieses Bier ein hervorragender World Beer Cup Gold Clone:
Nicht weil es einen alten Stil kopiert, sondern weil es zeigt, wie man einen alten Stil mit modernen technischen Mitteln wieder relevant machen kann.
World Beer Cup Gold Clone #13
Cloudburst Peaked in High School
🏆 World Beer Cup 2025 – Gold Medal
Kategorie: Strong Red Ale
Cloudburst Style Description: West Coast Double Red
Recipe Status: Brewer Recipe Published – Full Recipe File Paywalled
Brewer: Steve Luke / Cloudburst Brewing
DIYBrew Reconstruction
20 L · OG 1.065–1.068 · FG 1.010–1.012 · ca. 7,3–7,5 % vol. · ca. 60 IBU
Two-Row / Pilsner · mehrere Crystal Malts · Carafa III · Table Sugar
Chinook · Simcoe · Mosaic · Centennial
W-34/70 · 13–14 °C Hauptgärung · Diacetylrast · Dry Hop · 2,6–2,9 Vol. CO₂
Eine West Coast Double Red wird nicht leichter, indem man weniger Geschmack einbaut. Sie wird leichter, indem man sie trockener vergären lässt.
Für 20 L Ausschlag:
- Two-Row / Pilsner Malz: ca. 4,0 kg
- Crystal Malts: ca. 600 g
- Carafa III: ca. 50 g
- Table Sugar: ca. 300 g
- Chinook: ca. 20 g
- Simcoe: ca. 20 g
- Mosaic: ca. 20 g
- Centennial: ca. 20 g
- W-34/70: 1 × 11,5 g
- Maische: ca. 64–65 °C / 60 min
- Kochzeit: 60–90 min
- Gärung: 13–14 °C
- Diacetylrast: gegen Ende der Hauptgärung
- Dry Hop: ca. 60–80 g, zweistufig
- Karbonisierung: 2,6–2,9 Vol. CO₂
Ziel: Eine trockene, kräftige West Coast Double Red mit deutlicher Hopfenpräsenz, moderater Malzsüße und einem sauberen, trockenen Finish.
Hinweis: Die Mengen sind eine DIYBrew-Rekonstruktion auf Basis der öffentlich verfügbaren Informationen und nicht das originale Cloudburst-Rezept.
Quellen
World Beer Cup 2025 – Official Winners List
Cloudburst Brewing gewann mit Peaked In High School Gold in der Kategorie Strong Red Ale. Insgesamt traten in dieser Kategorie 44 Biere an. (cdn.worldbeercup.org)
Cloudburst Brewing – 2025 World Beer Cup Gold for Strong Red
Cloudburst bezeichnet Peaked in High School als West Coast Double Red und bestätigt den Gold-Award beim World Beer Cup 2025. (cloudburstbrew.com)
Cloudburst Brewing – Peaked in High School
Offizielle Produktbeschreibung mit rund 7,7 % vol. und 60 IBU sowie der Hopfenkombination aus Chinook, Simcoe, Mosaic und Centennial. (cloudburstbrew.com)
Craft Beer & Brewing – Recipe: Cloudburst Peaked in High School
Von Steve Luke veröffentlichte Homebrew-Rezeptur mit 19 L, 72 % Sudhausausbeute, OG 1.068, FG 1.011, 60 IBU und 7,5 % vol. (beerandbrewing.com)
Craft Beer & Brewing – Ask the Pros: Cloudburst Peaked in High School
Das wichtigste Hintergrundgespräch zu diesem Clone. Steve Luke erklärt darin unter anderem den Wechsel auf W-34/70, die Verwendung mehrerer Crystal Malts, Table Sugar, Chinook, Simcoe, Mosaic und Centennial, die Wasserstrategie, die ungewöhnliche Copper-Rain-Chain-Technik sowie die Bedeutung von trockener Endvergärung und hoher Karbonisierung. (beerandbrewing.com)
Brewer’s Friend – Public Homebrew Reconstruction
Eine öffentlich zugängliche Drittanbieter-Rekonstruktion enthält unter anderem Two-Row/Pilsner, mehrere Crystal Malts, Carafa III, Table Sugar, W-34/70 sowie Chinook, Simcoe, Mosaic und Centennial. Diese Quelle wird ausschließlich als Third-Party Clone Reconstruction verwendet und nicht als Cloudburst Original Recipe. (brewersfriend.com)
Hinweis zur Rezeptquelle:
Die exakten Werte für OG, FG, IBU und ABV stammen aus Steve Lukes veröffentlichter Brewer-Rezeptur. Die vollständige Rezeptdatei ist derzeit nicht vollständig frei zugänglich. Deshalb werden die detaillierten Mengenangaben in der DIYBrew-Version bewusst als Reconstruction und nicht als kommerzielle Originalrezeptur von Cloudburst Brewing dargestellt.
Hinweis zu den speziellen Brauereitechniken:
Techniken wie die Verwendung einer Kupfer-Rain-Chain oder die Behandlung von Mosaic Incognito mit heißer Würze gehören zur individuellen Braupraxis von Cloudburst. Sie sind für die DIYBrew-Version nicht zwingend erforderlich. Hier steht die Recipe DNA im Vordergrund: mehrschichtige Crystal Malts, trockene High-Gravity-Vergärung mit W-34/70, West-Coast-Hopfen und ein trockenes, stark karbonisiertes Finish.
Bild Quelle: Eva Bronzini von Pexels


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