Brauwasser berechnen

Brauwasser Rechner – DIYBrew

Brauwasser Rechner

DIYBrew

Wassermenge und Wasserchemie für deinen nächsten Sud — Hauptguss, Nachguss und Gesamtbrauwasser berechnen, anschließend das Salzprofil für dein Brauwasser feinabstimmen.

Hauptguss
– L
Nachguss
– L
Gesamtbrauwasser
– L

Zielgrößen

L
kg

Maischen & Läutern

L/kg
L/kg

Kochen & Verluste

min
L/h
L
L
L

Rechenweg

Zielmenge Bier–
+ Gärverlust–
+ Trubverlust–
= Ausschlagmenge–
+ Verdampfungsverlust–
= Menge vor dem Kochen (Pfannevoll)–
+ Treberverlust–
+ Leitungs-/Sonstige Verluste–
= Gesamtbrauwasser–
Gesamtbrauwasser ≈ Zielmenge Bier + Verdampfungsverlust + Treberverlust + Trubverlust + Gärverlust + Leitungsverluste. Der Hauptguss ergibt sich aus Schüttung × Maischkonzentration, der Nachguss aus der verbleibenden Restmenge.

Hinweise zu den Richtwerten

Maischkonzentration (3,0–3,5 L/kg): Standard-Erfahrungswert für Infusionsmaischen im Hobbybereich. Dünner (bis 4 L/kg) rührt sich leichter und verbessert die Enzymarbeit etwas, erhöht aber die Hauptgussmenge und senkt entsprechend den Nachguss. Dicker (ab 2,5 L/kg) spart Hauptguss, kann aber bei manchen Malzschroten das Rühren erschweren.

Treberverlust (0,8 L/kg): Wassermenge, die im ausgelaugten Treber zurückbleibt, weil er wie ein Schwamm Flüssigkeit bindet. In der Fachliteratur (z. B. Kunze, „Technologie Brauer & Mälzer“) und den meisten Homebrew-Rechnern wird für Hobbyanlagen ohne Treberpresse ein Wert von 0,8–1,0 L/kg angesetzt; feineres Schrot oder ein sehr voller Läuterbottich können den Wert leicht erhöhen.

Verdampfungsrate (3,5 L/h): Übliche Verdunstung bei offenem Kochen im Hobbymaßstab, das entspricht je nach Kesselgröße etwa 8–12 % des Kesselinhalts pro Stunde. Der tatsächliche Wert hängt stark von Kesseldurchmesser, Kochintensität und Deckel ab – am genauesten ermittelst du ihn, indem du bei deinem eigenen Sud die Volumen vor und nach einer Stunde Kochen misst.

Trubverlust – Kessel/Whirlpool (1,0 L): Heißtrub- und Hopfenreste sowie Totraum in Kessel und Whirlpool, die beim Abläutern in die Pfanne nicht mehr nutzbar sind. Typischer Erfahrungsbereich 0,5–1,5 L, abhängig von Kesselauslass, Whirlpool-Geometrie und Hopfengabe (Pellets vs. Dolden).

Gärverlust (1,0 L): Menge, die als Hefe- und Trubsatz im Gärbehälter zurückbleibt und beim Umfüllen/ Abfüllen verloren geht. Üblicher Richtwert 0,5–1,0 L für einen 20-Liter-Sud; bei sehr trüben Hefestämmen oder Kegelbodengärung eher am unteren Rand.

Alle Werte sind Erfahrungswerte aus gängigen Brau-Rechnern und der Homebrew-Praxis. Sie ersetzen keine Messung an der eigenen Anlage – nach ein bis zwei Suden lohnt es sich, die Felder anhand der eigenen Ist-Werte anzupassen.

Brauwassermenge

L

Ausgangswasser (Ist-Werte)

mg/L
mg/L
mg/L
mg/L
mg/L
mg/L
Werte vom Wasserversorger (Trinkwasseranalyse) oder eigener Messung eintragen.

Woher bekomme ich die Ist-Werte?

Jeder deutsche Wasserversorger ist gesetzlich verpflichtet, die Trinkwasserqualität regelmäßig zu veröffentlichen. Am schnellsten findest du die Werte über eine Websuche nach „<Stadtname> Trinkwasseranalyse“ (z. B. „Stuttgart Trinkwasseranalyse“) oder alternativ „<Stadtname> Wasserhärte“ bzw. „<Stadtname> Wasserwerke Trinkwasserqualität“ – meist landest du direkt auf der PDF- oder Tabellenübersicht des örtlichen Wasserversorgers.

In der Analyse suchst du nach folgenden Angaben (Bezeichnungen können leicht variieren):
• Calcium → Ca²⁺
• Magnesium → Mg²⁺
• Natrium → Na⁺
• Chlorid → Cl⁻
• Sulfat → SO₄²⁻
• Hydrogencarbonat (manchmal auch als „Carbonathärte“ oder „Säurekapazität bis pH 4,3″ angegeben) → HCO₃⁻

Wird nur die Karbonathärte in °dH angegeben, lässt sie sich mit HCO₃⁻ (mg/L) ≈ °dH × 21,8 umrechnen. Wird nur die Gesamthärte angegeben, sagt sie allein wenig über das Verhältnis Ca/Mg aus – dann lohnt sich eine gezielte Nachfrage beim Wasserversorger oder eine eigene Laboranalyse (z. B. per Testkit oder Wasserlabor).

Falls sich für einzelne Ionen keine Angabe findet, kannst du ersatzweise mit 0 mg/L rechnen und die Zugaben entsprechend vorsichtig dosieren, oder für eine genaue Planung eine käufliche Wasseranalyse in Auftrag geben.

Salzzugaben

g
g
g
g
mL
mL

Resultierendes Wasserprofil

IonIstΔ ZugabeErgebnis
Ca²⁺–––
Mg²⁺–––
Na⁺–––
Cl⁻–––
SO₄²⁻–––
HCO₃⁻–––
Sulfat : Chlorid
–
Restalkalität (Kolbach)
– °dH
Alle Werte in mg/L, bezogen auf die eingetragene Brauwassermenge. Die Neutralisationswirkung von Milch- und Phosphorsäure ist ein Richtwert (abhängig von Ziel-pH) – für die Feinabstimmung empfiehlt sich eine Kontrolle mit pH-Meter/Teststreifen in der Maische. Ergebnis-HCO₃⁻ wird nicht unter 0 mg/L angezeigt.

Wasser ist einer der vier wichtigsten Rohstoffe beim Bierbrauen. Mit dem richtigen Brauwasser lassen sich nicht nur Maische-pH und Wasserprofil beeinflussen – auch die benötigte Wassermenge muss von Anfang an richtig geplant werden.

💧 Brauwassermenge

Wie viel Wasser benötigst du für deinen Sud?

Beim Brauen geht Wasser durch Treber, Verdampfung, Trub und Gärung verloren. Der Brauwasser-Rechner berücksichtigt diese Verluste und berechnet daraus die benötigte Gesamtwassermenge sowie – je nach Brauverfahren – Hauptguss und Nachguss.

👉 Mehr über die Berechnung der Brauwassermenge erfahren

🧪 Wasserchemie

Nicht jedes Leitungswasser ist für jeden Bierstil optimal. Calcium, Chlorid, Sulfat und Hydrogencarbonat beeinflussen unter anderem Maische-pH, Bittere, Vollmundigkeit und den Charakter des Bieres.

Der Rechner unterstützt dich dabei, dein vorhandenes Wasser zu analysieren und gezielt an den gewünschten Bierstil anzupassen.

👉 Mehr über Wasserchemie beim Heimbrauen erfahren

Kurz gesagt

Brauwassermenge beantwortet die Frage:
Wie viel Wasser brauche ich?

Wasserchemie beantwortet die Frage:
Was ist in meinem Wasser enthalten und wie kann ich es für mein Bier optimieren?

Beides zusammen bildet die Grundlage für eine kontrollierte und reproduzierbare Wasserplanung beim Heimbrauen.